Im Internet findet man eine Reihe von Seiten zum Thema ADHS, sowohl offizielle als auch private. Anfang der neunziger Jahre freute man sich, wenn man überhaupt ein deutsches Buch darüber entdecken konnte. Seither hat sich viel getan. Heute erfahren wir durch das Internet tagtäglich neue Erkenntnisse darüber, die alle zusammen zum kompletten Mosaik des faszinierenden Phänomens namens „ADHS“ beitragen. Künftig wird ADHS höchstwahrscheinlich einen ganz anderen Namen haben. Die Forschung zeigt uns, dass weder ein Aufmerksamkeitsdefizit noch die Hyperaktivität für das Syndrom charakteristisch sind, sondern eher eine Unstetigkeit der Aufmerksamkeit (hier ein Hyperfokussieren, da die totale Ablenkung) sowie emotionale/soziale Probleme.

Bei der Betrachtung der vielen Webseiten über ADHS und den möglichen Begleiterscheinungen (z.B. Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, die bipolare Störung, Depressionen, Angststörungen, Koordinierungschwierigkeiten, Tics, das Tourette-Syndrom, Suchtprobleme, delinquentes Verhalten, Gewalt), Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, kann es Laien schwer fallen, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden. Man findet alles von der reinsten Esoterik bis hin zur heutigen „evidenzbasierten Medizin“.

In den ADAPT-Statuten werden „wissenschaftliche Schriften“ ausdrücklich als Informationsquellen für unsere Mitglieder und Interessenten erwähnt. Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse (die „Evidenz“) wenn immer möglich aus medizinischen, psychologischen und therapeutischen Zeitschriften weiterzugeben, die wir in der englischen Sprache „peer-reviewed“ nennen. D.h., dass jeder wissenschaftliche Artikel, der von der jeweiligen Zeitschrift angenommen wird, zuerst von anderen Fachleuten (den „peers“) begutachtet („reviewed“) werden muss. Erst nach erfolgreicher Beurteilung wird er veröffentlicht. Auf diese Weise wird verhindert, dass zu viele Studien mit unzureichenden Ergebnissen publiziert werden.

Sowohl im Internet als auch in Büchern gibt es Proponenten u.a. von der Existenz oder Nicht-Existenz von ADHS bzw. von der medikamentösen bzw. nicht-medikamentösen Therapie.

Als Proponenten einer multimodalen Therapie für ADHS können wir als informativste und unserer Meinung nach allerbeste Webseite überhaupt add-online – http://www.adhs.ch – von Dipl. Psych. Piero Rossi aus Lenzburg, Schweiz und Dr. Martin Winkler aus Lüneburg, Deutschland wärmstens empfehlen.