Früher war es nicht ein mal den WissenschaftlerInnen bewusst, dass aus ADHS-Kindern und -Jugendlichen ADHS-Erwachsenen werden können. Leider. Denn bei einem Drittel wächst sich das Störungsbild etwa in der Pubertät aus, bei einem Drittel bleiben einzelne Symptome und bei dem letzten Drittel bleibt das Vollbild bestehen. Manche von ADHS Betroffene zählen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Welt (Bill Gates, Wolfgang Amadeus Mozart, Albert Einstein, Michael Phelps, Alberta Tomba, etc.). Bei Anderen jedoch führen die Einschränkungen durch das ADHS zu ungünstigen Lebensverläufen (häufiger Job- und Partnerwechsel, Suchterkrankungen, Delinquenz, etc). Damit man als ADHS Betroffener Erfolg hat, ist eine liebende und strukturierende Familie, verständnisvolle Lehrkräfte, der richtige Partner/die richtige Partnerin, die richtige Ausbildung und ein passender Beruf besonders wichtig.

Von der ADHD Impact Study (New York Uni., 2000) und der American Journal of
Psychiatry haben wir einiges Interessante über Kinder und Erwachsene mit ADHS erfahren:

  1. Kinder, die einen Elternteil mit ADHS haben, haben selbst eine 25-30% Chance, ADHS zu bekommen (d.h., dass das Risiko, 5 mal höher ist, als bei einem Kind, dessen Eltern ADHS nicht haben). Dies bedeutet, dass eine Mutter oder ein Vater mit ADHS sehr leicht ein Kind bekommen kann, dass ihr/ihm ähnlich veranlagt ist und nicht unbedingt leicht zu erziehen sein wird. Erwachsene mit ADHS haben oft eine lange Leidensgeschichte innerhalb der Familie hinter sich, was leider von Fachleuten oft ganz falsch gedeutet wird.
  2. Wenn ein Kind ADHS hat, ist das Risiko höher, dass seine Geschwister auch betroffen sein werden als wenn das Kind es nicht hat. Dies bedeutet eine noch höhere Last für Elternteile mit ADHS.
  3. 72% der Elternteile von Kindern/Jugendlichen mit ADHS berichten, dass ihre Kinder/Jugendlichen keine gute Beziehungen zu ihren Geschwistern bzw. zu anderen Familienmitgliedern haben. Dies heißt, dass mehr Konflikte als üblich innerhalb der Familie für Eltern solcher Kinder/Jugendlichen vorprogrammiert sind. Elternteile mit ADHS können dies sehr schwierig finden. Dies kann zu Gewalt innerhalb der Familie bzw. zu einer Trennung oder Scheidung führen.
  4. Es scheint, dass die Beeinträchtigung der sozialen Beziehungen für manche Personen mit ADHS ein lebenslanges Problem darstellt. Viele Erwachsene mit ADHS haben solchermaßen Schwierigkeiten, sowohl beruflich als auch privat. Insbesondere stellen Begegnungen mit Autorität ein großes Problem dar. Die erhöhte Impulsivität bei ADHS kann zu anhaltenden Schwierigkeiten führen.
  5. Mädchen mit ADHS scheinen 20 mal öfter an Alkohol- bzw. Drogenproblemen zu leiden als Mädchen, die kein ADHS haben, was bedeutet, dass junge Frauen mit ADHS in dieser Hinsicht besonders gefährdet sind.
  6. Alkoholabhängigkeit scheint bei Kindern von AlkoholikerInnen öfter vorzukommen, wenn ein Elternteil schon früh mit einer antisozialen Verhaltensstörung (Delinquenz) diagnostiziert wurde. Solche Kinder können mit 12 Jahren zu trinken beginnen und schon mit 14 Jahren AlkoholikerInnen sein. Antisoziale Verhaltensstörungen können eine Komorbidität (Begleitsymptom) von ADHS sein, was heißt, dass Kinder mit dieser Art von Familiengeschichte (ADHS + antisoziale Verhaltensstörung) als Teenager und Erwachsene auch besonders gefährdet sind.
  7. Das Risiko, dass ein Mädchen mit ADHS schwanger wird, ist höher als bei den Gleichaltrigen, die nicht von ADHS betroffen sind. Junge Frauen mit ADHS werden viel öfter schwanger als andere, was das Risiko erhöht, dass sie jung und einkommensschwach zu Mitgliedern der gesellschaftlichen Risikogruppe der AlleinerzieherInnen werden. Teenager mit ADHS praktizieren Geschlechtsverkehr auch früher als andere und haben 2-3 mal so viele sexuelle PartnerInnen, was die Gefahr eine sexuell übertragenen Krankheit erhöhen kann.

 

ALLGEMEIN

http://adhs-chaoten.net/ ADS ADHS bei Erwachsenen Forum mit Chat

http://www.ads-freaks.com Internet Selbsthilfegruppe aus Hamburg Altona. ADS Betroffene im alter von 18-38 sind bei uns willkommen. Es ist eine Gruppe für „junge ADSler“ .

http://www.ads-im-erwachsenenalter.de/ ADHS bei Erwachsenen, Dr. med. Walter Hultzsch

http://www.hyperaktiv.de Seite für Erwachsene von den deutschen ExpertInnen – Univ.-Prof. Dr. K.-H. Krause und Frau Dr. Johanna Krause

http://www.kinderarztpraxis-muenchen.de/ads-Erwachsene.html Wie wirkt sich ADS im Erwachsenenalter aus? mit link zur online-test: ads-im-erwachsenenalter

 

FOREN u. MAILINGLISTEN

http://www.ads-bei-erwachsenen.de für und über das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, speziell bei Erwachsenen mit Forum

http://de.groups.yahoo.com/group/add-women-liste deutschsprachige Mailingliste für Frauen mit ADHS

http://de.groups.yahoo.com/group/Hypies_Teens für ADHS-Teens

http://www.addforums.com/forums Foren mit verschiedenen Themen u.a. AD/HD

 

PERSÖNLICHE SEITEN

http://www.ads-portal.de ADS eine rein private Internetseite ADS – Betroffenen