Im Internet findet man eine Reihe von Seiten zum Thema ADHS, sowohl offizielle als auch private. Anfang der neunziger Jahre freute man sich, wenn man überhaupt ein deutsches Buch darüber entdecken konnte. Das Beste damals war eindeutig „Frühkindliches psychoorganisches Syndrom“ (1987) von Dr. Lislott Ruf-Bächtiger von der Basler Kinderklinik. In der ersten Ausgabe war von „POS“ die Rede, aber im Jahr 2003 wird die Bezeichnung „POS“ dem Ausdruck „ADS“ gleichgestellt. Die lange wechselnde Geschichte der heutigen „ADHS“ war und ist durch die Forschungsergebnisse bedingt. Heute erfahren wir durch das Internet tagtäglich neue Erkenntnisse darüber, die alle zusammen zum kompletten Mosaik des faszinierenden Phänomens der menschlichen Wesens namens „ADHS“ beitragen. Künftig wird ADHS höchstwahrscheinlich einen ganz anderen Namen haben. Die Forschung zeigt uns, dass weder ein Aufmerksamkeitsdefizit noch die Hyperaktivität für das Syndrom charakteristisch ist, sondern eher eine Unstetigkeit der Aufmerksamkeit (hier ein Hyperfokussieren, da die totale Ablenkung) und eine reduzierte Fähigkeit des daran betroffenen Menschen, sich auf eine der jeweiligen Situation angepaßte Weise zu beherrschen.

Bei der Betrachtung der vielen Webseiten über ADHS und den möglichen Begleiterscheinungen (z.B. Teilleistungsschwächen, die bipolare Störung, Depressionen, Angststörungen, Koordinierungschwierigkeiten, Tics, das Tourette-Syndrom, Suchtprobleme, delinquentes Verhalten, Gewalt), Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, kann es Laien schwer fallen, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden. Man findet alles von der reinsten Esoterik bis hin zur heutigen „evidenzbasierte Medizin“. In den ADAPT-Statuten werden „wissenschaftliche Schriften“ ausdrücklich als Informationsquellen für unsere Mitglieder und Interessenten erwähnt. Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse (die „Evidenz“) wenn immer möglich aus medizinischen, psychologischen und therapeutischen Zeitschriften weiterzugeben, die wir in der englischen Sprache „peer-reviewed“ nennen. D.h., dass jeder wissenschaftliche Artikel, der von der jeweiligen Zeitschrift angenommen wird, zuerst von anderen Fachleuten (den „peers“) begutachtet („reviewed“) werden muss. Erst nach erfolgreicher Beurteilung wird er veröffentlicht. Auf dieser Weise wird verhindert, dass zu viele Studien mit unzureichenden Ergebnissen publiziert werden.

Sowohl im Internet als auch in Büchern gibt es Proponenten u.a. von der Existenz oder Nicht-Existenz von ADHS bzw. von der medikamentösen bzw. nicht-medikamentösen Therapie. Wir führen also absichtlich keine der Seiten hier an, die uns entweder unwissenschaftlich bzw. persönlich voreingenommen erscheinen. Als Proponenten einer multimodalen Therapie für ADHS können wir als informativste und unserer Meinung nach allerbeste Webseite überhaupt add-online – http://www.adhs.ch – von Dipl. Psych. Piero Rossi aus Lenzburg, Schweiz und Dr. Martin Winkler aus Lüneburg, Deutschland wärmstens empfehlen. Weitere Informationen zum Thema findet man auf unserer Link Seite