Bildschirmzeit, Handyverbot, der nächste Streit ums Abschalten der Konsole – in vielen Familien mit ADHS- oder autistischen Kindern gehört das zum Alltag. Doch was genau macht diese Konflikte so besonders, wenn ein Kind neurodivergent ist? Und welche Strategien helfen wirklich?
Genau das untersucht Katharina Kube, Masterstudentin der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien, in Zusammenarbeit mit einer Professorin im Rahmen ihrer Masterarbeit. Ihre Studie widmet sich den Konfliktdynamiken rund um die Mediennutzung in neurodivergenten Familien – aus der Perspektive der Eltern.
Worum geht es?
Digitale Medien sind für viele neurodivergente Kinder weit mehr als Zeitvertreib: Sie können Regulation ermöglichen, feste Routinen stiften oder soziale Nähe schaffen. Gleichzeitig entstehen genau dort oft besonders intensive Konflikte. Häufig wird Mediennutzung in Familien vor allem als problematisch oder konfliktfördernd dargestellt – dabei gehen wichtige Unterschiede und individuelle Erfahrungen verloren. Katharina Kube möchte deshalb genauer verstehen, wie Konflikte rund um Mediennutzung in Familien mit Kindern mit AD(H)S und/oder Autismus entstehen,
welche Situationen solche Konflikte begünstigen, und welche Rolle elterliche Strategien der Medienregulation dabei spielen.
Zu diesem Themenfeld gibt es bislang kaum qualitative Forschung – die Studie soll hier eine Lücke schließen und die gewonnenen Erkenntnisse anschließend an neurodivergente Familien zurückgeben. Insgesamt werden rund 10 bis 15 Elternteile interviewt.
Wer wird gesucht?
Gesucht werden deutschsprachige Elternteile von Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einer ärztlich diagnostizierten AD(H)S und/oder Autismus-Spektrum-Störung.
Im Rahmen der Masterarbeit mit dem Thema „Konfliktdynamiken rund um die Mediennutzung in Familien mit neurodivergenten Kindern“ wird ein etwa 60-minütiges Interview mit offenen Fragen durchgeführt. Das Gespräch kann flexibel online oder vor Ort in Wien stattfinden. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. Alle erhobenen Daten werden pseudonymisiert und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke im Rahmen der Masterarbeit verwendet.
Die Interviews starten ab 10. August, die Terminvergabe läuft flexibel bis in den September hinein.
Datenschutz & Ablauf
Die Interviews werden als Audio aufgezeichnet, anschließend verschriftlicht, pseudonymisiert und ausgewertet. Die Audiodateien werden am Ende des Projekts gelöscht.
Rückschlüsse auf die teilnehmende Person sind nicht möglich; alle Daten werden gemäß DSGVO verarbeitet.
Die Teilnahme ist jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufbar – auch nach dem Interview und bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse.
Es entstehen keine Kosten, es gibt aber auch keine Vergütung.
Es besteht kein Risiko durch die Teilnahme.
Warum mitmachen?
Eure Perspektive zählt. Studien wie diese sind eine der wenigen Möglichkeiten, den Alltag neurodivergenter Familien wissenschaftlich sichtbar zu machen – jenseits von Klischees und Pathologisierung. Die Ergebnisse fließen als Grundlagenforschung in die Kommunikationswissenschaft ein und werden an die Community zurückgespielt.
Kontakt & Teilnahme
📩 Katharina Kube, BA Masterstudentin, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien
Mail: kubek02@univie.ac.at
Tel.: +49 174 706 7301
Studieninformationsblatt & Einwilligungserklärung
- Studieninformationsblatt_Kube_KonfliktdynamikenMediennutzungNeurodivFamilien
- TeilnehmerInneninformationsblatt_Einwilligungserklärung_Kube
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